Die Gemeinden stellen sich vor

Gemeinde Kirchheim
Der Ort Kirchheim hatte am 01.06.2010 756 Einwohner und liegt nordöstlich von Arnstadt an der Wipfra, einem Nebenfluß der Gera.

Schon im Jahre 1074 bezeichnete Kirchheim eine "Siedlung bei der Kirche".
Als Dekanatssitz mit 16 Dörfern erlangte der Ort später eine besondere Bedeutung. Seine Geschichte wurde durch wechselhafte Herrschaften bestimmt.
Im Jahre 1414 kauft das Karthäuser Kloster Erfurt vom Ichtershäuser Kloster sämtlichen Besitz in Kirchheim.
Das Dorf gehörte im Mittelalter zu den reichen Orten. Es verfügte über das größte Waidanbaugebiet der Region und 7 Waidmühlen.
Das Kloster und ein Gut trugen ebenfalls zum Wohlstand der Kirchheimer bei.
Sehenswert ist in Kirchheim die Kirche "Heiliger St. Laurentius".
Sie hat vom Maler und Grafiker Ernst Liebermann geschaffene Deckengemälde.
Im Ort gibt es zahlreiche denkmalgeschützte Wegweiser, Wohnhäuser mit Nebengebäuden, Portale, Toreinfahrten, Gehöfte und Inschriftsteine.
Wenn man in Kirchheim ist, sollte man sich unbedingt die Amateursternwarte ansehen.
(Durchmesser 6,0 m, 50 cm Spiegelteleskop mit 2.500 cm Brennweite, tonnenförmige Schmidtkamera mit 450 cm Spiegel, 2 Refraktor - Teleskope).
Heute ist Kirchheim ein Zentrum mit moderner Landwirtschaft.
Zunehmend siedeln sich Industrie- und Gewerbeunternehmen im Gewerbepark an.

Der Ortsteil Bechstedt- Wagd hat 292 Einwohner (Stand 01.06.2010)
Erste Ansiedlungen im Gebiet des heutigen Bechstedt - Wagd gab es bereits um das Jahr 700. Als sogenanntes Küchendorf leistete der Ort einen Betrag zur Versorgung der Stadt Erfurt.
Eng aneinandergefügte Höfe mit Wohngebäuden, Stallungen, Scheunen und Gärten bestimmen die Dorfstruktur.
Der Ortskern hat den Charakter eines typischen Haufendorfes.
Weiträumige Nutzgärten bilden einen Übergang zur freien Landschaft.
Im Ort hat sich der Wohn- und Freizeitwert durch eine neugebaute Umgehungsstraße wesentlich erhöht. Verschiedene Wohnhäuser und Gehöfte von Bechstedt - Wagd stehen unter Denkmalschutz.
Bekannt ist in der Gemarkung die Kaiserwiese mit etwa 18 verschiedenen seltenen Pflanzenarten.
Die Kirche des Ortes wurde 1724 umfangreich im barocken Stil restauriert.
Heute hat sich Bechstedt - Wagd zu einem modernen Wohnstandort entwickelt. Damit wird dem steigenden Wohnbedarf aus dem Einzugsgebiet der Landeshauptstadt Rechnung getragen.
Um Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten, wird die weitere Ansiedlung von Gewerbe angestrebt.

Der Ortsteil Werningsleben hatte am 01.06.2010 182 Einwohner
Werningsleben wurde in der Chronik des Klosters Hersfeld im 8. Jahrhundert als Werningzelbo erstmals erwähnt.
Der Ortsname geht auf den germanischen Stamm der Warnen zurück. Sie bezeichneten ihr Grundeigentum mit Levo, Lebo oder Leibo als "ehrlich hinterlassenes Gut".
Über 200 Jahre regierten die Grafen von Henneberg über den Ort.
Bis 1920 kam er unter kurmeinzische, preußische und französische Herrschaft. Seitdem gehört Werningsleben zu Thüringen, nach 1949 erst zum Kreis Arnstadt und heute zum Ilm - Kreis.
Im Ort sind zahlreiche Zeitzeugen zu finden. Dazu gehört ein Waidmühlenstein, der an die Jahre des Waidanbaus zwischen 1579 und 1604 erinnert.
Die Werningslebener Kirche stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde 1708 auf den Namen "Allerheiligenkirche" geweiht.
Am nördlichen Eingang zum Friedhof befindet sich ein Stein mit der Jahreszahl 1564 und dem Erfurter Wappen.
Im Gebiet um Werningsleben gibt es ca. 100 ha Wald. Feuchtwiesen und abwechslungsreiche Laubholzflora machen ihn zu einem lohnenswerten Ziel für Naturfreunde.
Bis heute konnte der historische Charakter eines Straßendorfes erhalten werden.
Werningsleben entwickelt sich weiter zu einem Wohnstandort. Dieser Entwicklung passt sich die Ansiedlung von Gewerbe an.
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