Die Gemeinden stellen sich vor

Gemeinde Bösleben-Wüllersleben
Der Ortsteil Bösleben
Bösleben mit seinen 371 Einwohnern (per 01.06.2010) liegt ca. 10 km östlich von Arnstadt am Hessenbach.
Seine erste urkundliche Erwähnung (Bozilebo) geht auf das "Brevarium Lulli" aus dem Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld hervor.

Im Laufe der Geschichte hatte der Ort verschiedene Namen u.a.
  • 1119 - Boselebo
  • 1220 - Bozeleben
  • 1297 - Bozzileiben.
  • 1119 stand in Bösleben eine Wasserburg; Burg und Ort hatten immer wieder verschiedene Herren.
    Zunächst gehörten sie den Grafen Wichmann, und später saßen die Ritter Dietrich und Behringer von Witzleben auf der Burg Bösleben.
    Im 14./15. Jahrhundert war Bösleben in Lehnshoheit der Grafen von Gleichen-Tonna; Oberhoheit des Grafen von Schwarzburg.
    Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert wurde zur Farbgewinnung Waid, eine gelbblühende Pflanze, angebaut. Bis 1598 war im Ort eine Waidmühle in Betrieb. 1606 erhielt Kammerherr von Wolzogen das Lehngut in Bösleben als Dank von Herzog Karl-August für den Schutz der Herzogin Louise in Weimar während des napoleonischen Feldzuges.
    1837 verkaufte Frau Wolzogen das Gut in Bösleben an die Schwarzbur-Rudolstädter Kammer.
    1851 wurde der Besitz den Ortseinwohnern zur Parzellierung verkauft.
    1853 erwarb die Gemeinde das ehemalige Herrenhaus und wurde 1858 als Schule eingerichtet. Für die Schulkinder wurde die Wolzogenstiftung ins Leben gerufen, mit welcher Friedrich Wilhelm Triebel, Lehrer in Bösleben, am 1. Sonntag im Juli ein Kinderfest veranstaltete.
    Seit 1990 wird dieses Kinderfest als "Triebelfest" wieder gefeiert.
    Der Haupterwerbszweig, neben Handwerk und Gewerbe, ist von jeher in Bösleben die Landwirtschaft.
    1967 wurden die Orte Bösleben und Wüllersleben zu einer Gemeinde mit dem Namen Bösleben-Wüllersleben vereint.

    Der Ortsteil Wüllersleben
    Wüllersleben mit seinen 242 Einwohnern (per 01.06.2010) liegt ca. 11 km östlich von Arnstadt an der Landstraße L1049, die von Erfurt über Stadtilm nach Rudolstadt führt.

    Alte Schreibweisen des Ortes waren u.a.
  • Wüllrislaube
  • Willrisleyben
  • Wollirsleiben
  • Wullerschlebinn.
  • Bereits im 13. Jahrhundert war Wüllersleben Stammsitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechtes, der Herren von Wilrisleibin, des weiteren der Rittersitz der Herren von Weyger, welcher erst nach der Reformation zerschlagen wurde, sowie das Rittergut der Herren von Buch, das 1465 dem Grafen Günther von Schwarzburg zufiel.
    Um die Ritterhöfe entstand das Dorf mit einer Kapelle. Von 1505 bis 1513 erfolgte der Bau der Kirche. Bereits 1710 wurde eine Schulstube gebaut, während 1866 der Bau der Schule von Wüllersleben erfolgte.
    Ein Großbrand 1905 vernichtete 9 Anwesen.
    Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft die Entwicklung des Ortes, dessen Ländereien durch eine Agrargenossenschaft bewirtschaftet werden.
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